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BS2 MigMan Migrationsaspekte Download

AUSGEWÄHLTE ASPEKTE DER MIGRATION

Die untenstehende Grafik skizziert beispielhaft die Architektur einer BS2000-COBOL-Applikation und das daraus resultierende Zielsystem – in diesem Fall ein Java-System. Die einzelnen Komponenten des Basissystems werden toolgestützt und somit automatisiert in die jeweiligen Komponenten des Zielsystems überführt.
[Basis- und Zielsystem]
Nachfolgend wird die Migration der einzelnen Komponenten des Basissystems beschrieben:

Migration der Programme

Die Migration der Programme erfolgt je nach Basis- und Zielsprache mit folgenden Tools:
  • [CoJaC] CoJaC (COBOL to Java Converter): Mit CoJaC können COBOL-Programme nach Java konvertiert werden. In den COBOL-Quelltext eingebettete, statische SQL-Anweisungen werden in dynamische SQL-Anweisungen überführt. Ein Java-Laufzeitsystem stellt die notwendigen Methoden zur Verwaltung der Datenbankverbindung, zum Datenbankzugriff, zum Lesen und Schreiben von Daten in die Hostvariablen sowie zur Fehlerbehandlung zur Verfügung.
  • C2C (COBOL to COBOL Converter): Mit C2C können COBOL-Programme in einen anderen COBOL-Dialekt konvertiert werden. Dabei werden inkompatible Befehle und Schnittstellen (z.B. File-Schnittstellen, Middleware u.ä.) in Abstimmung mit dem Kunden angepasst.
  • S2C (SPL to C++ Translator): S2C ermöglicht die Konvertierung von SPL-Programmen (System Programming Language) nach C++.
  • S2P (SDF to Perl Translator): Für die Konvertierung von SDF-Prozeduren (System Dialog Facility) nach Perl steht das Tool S2P zur Verfügung. Die generierten Perl-Skripte nutzen ein Laufzeitsystem, welches wesentliche Eigenschaften des Basissystems (Arbeit mit Jobvariablen, User- und Jobswitches, ...) emuliert.

Migration der Datenbank und Files

[FiRe] Die unter BS2000 verwendeten Datenfiles werden bei der Migration nach Java in Datenbanktabellen umgesetzt. In Abstimmung mit dem Kunden werden LEASY-, ISAM- und ggf. auch SAM-Dateien mit unserem Tool FiRe automatisiert migriert. Die Struktur der Tabellen leitet sich aus der Datensatzstruktur ab, die in den COBOL-Programmen definiert ist. Das Laufzeitsystem kapselt die Datenbankzugriffe und stellt Methoden zur File-Arbeit bereit.

Alternativ bieten wir auch die Möglichkeit eines automatisierten Wechsels des Datenbanksystems inkl. Dialektmigration vorhandener SQL-Statements an, sollte bereits eine Datenbank vorhanden sein.

Migration der Middleware

Mit unserem Tool MidaS (Middleware als Service) kann die Middleware UTM (Universeller Transaktionsmonitor), die u.a. zur Steuerung der Dialogprogramme, zum Informationsaustausch und der Benutzerverwaltung dient, abgelöst werden. MidaS ist als Java-Webservice mit einer SOAP-Schnittstelle konzipiert. Es bildet die in den migrierten COBOL- bzw. Java-Servern benötigte Middleware-Funktionalität ab: Codieren/Decodieren und Weiterleiten der Message, Koordination der Aufruffolge der Dialogprogramme und Masken und Session-Verwaltung. MidaS kann als Standalone-Programm agieren, der Einsatz eines Application Servers wie WebSphere oder JBoss zur Steuerung ist somit nicht zwingend erforderlich.

Alternativ unterstützen wir auch einen automatisierten Wechsel auf ein anderes, kommerzielles Middleware-Produkt.

Migration der Masken

Für die Maskenmigration existieren je nach Kundenanforderung verschiedene, optionale Möglichkeiten:
  1. [MaTriX] Automatisierte Migration mit MaTriX: Die Masken können mit unserem Tool MaTriX automatisiert in Web2.0-basierte Oberflächen konvertiert werden.
  2. Neuentwicklung: Die Masken können je nach Kundenanforderung z.B. als Java Server Pages (JSP) neu entwickelt werden.
DOWNLOAD
[PDF] Datenblatt
[PDF] Projektbericht ITZBund
[PDF] Projektbericht Amadeus Germany